Kaffee aus dem Einzelhandel

Wann man sich als Kaffeetrinker Bohnen aus dem Fachgeschäft holt (gegenüber einer Internetbestellung also mehr Zeit und Geld investiert) dann sollte sich das eigentlich durch einen gewissen Mehrwert bezahlt machen. Zum Beispiel in Form einer fachkundigen Beratung. Aber warum stehen dann in den Kaffeeläden so oft unmotivierte Verkäufer herum, die absolut keine Ahnung davon haben, was sie da verkaufen und man gleich merkt, dass sie nur auswendig gelernte Sätze aufsagen? Es soll ja nicht gleich jeder in so einem Laden ein Kaffeeexperte sein, aber wenn ich z.B. nach einer guten Mühle für die French-Press frage und mir ernsthaft davon abgeraten wird, eine elektrische Kaffeemühle zu kaufen „weil man da den Mahlgrad nicht einstellen kann“, dann frage ich mich, ob derjenige sich überhaupt schonmal einen der Kaffees zubereitet hat, die er da verkauft.

Von MediaMarkt, Saturn etc. erwarte ich ja gar nicht, dass sich die Verkäufer mit den Produkten auskennen, dafür ist das Sortiment viel zu umfangreich. Aber Kaffee und dessen Zubereitung ist ja eigentlich ein Thema, über das man sich als durchaus mal informieren kann, wenn man so einen Laden besitzt oder darin verkauft.

Das ist schade, denn eigentlich gehe ich gern zum Einzelhandel. Eine gute Beratung wäre mir den Aufpreis wert, aber so wüßte ich nicht, warum ich nicht im Internet bestellen sollte.

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Wo gibts noch gemütliche Cafés?

Ich kann mich noch gut an meinen ersten Besuch bei Starbucks in Berlin am Potsdamer Platz erinnern (vor ca. 6 Jahren): freundliche und unaufdringliche Mitarbeiter, gemütliche Sitzecken, feiner Kaffeegeruch und entspannte Besucher die quatschen, lesen oder einfach nur still ihren Kaffee trinken. Dort habe ich zum ersten mal dieses echte „Flair“ von Kaffee und Gemütlichkeit erlebt.

Ich weiß nicht, ob es generell einen Imagewechsel bei Starbucks gegeben hat oder ob es an den Betreibern in Dresden liegt, aber die hiesigen Filialen kommen einfach nicht an dieses Gefühl heran. Die Räume sind zu groß, es ist meistens laut und voll und man hat das Gefühl sich beeilen zu müssen weil andere Leute auf den Platz warten. (Nebenbei, der Kaffee schmeckt mir auch nicht mehr so gut wie damals, aber das liegt sicher daran dass ich inzwischen von zuhause guten French-Press Kaffee gewohnt bin). Kurz: für mich hat Starbucks seinen Reiz verloren. Von McCafé will ich mal gar nicht reden.

Inzwischen teste ich (hier in Dresden) die verschiedensten Cafés, von denen mich aber auch noch keines so recht überzeugen konnte. Couches und Sitzecken gibt es sowieso nur sehr selten, und sich einfach mal mit einem Buch hinsetzen und eine Weile mit einem Kaffee lesen oder im Internet surfen ist auch nicht so gerne gesehen. Kaffeetechnisch gibt es natürlich oft nicht viel zu bemängeln, besonders die New York Bagel Bar macht sehr guten Kaffee – nur ist da leider das Ambiente ziemlich ungemütlich.

Ich werde mal weiter suchen und hoffen, dass ich irgendwo in Dresden ein Café finde, das mir nochmal dieses Gefühl von Willkommen-sein und Gemütlichkeit vermitteln kann.

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Wie reinigt man eine French Press?

Kurzgesagt: mit Wasser. Da diese Frage aber immer wieder auftaucht, hier eine kurze Anleitung. Eine French Press Kanne reinigt man am besten direkt nach dem Gebrauch, d.h. man schüttet den Kaffeesatz weg und spült Kanne und Stempel mit warmen Wasser ab. Auf diese Weise bekommt man in den meisten Fällen alle Kaffeespuren weg und es setzen sich auch keine Öle oder ähnliches ab.

Ab und zu sollte man die French Press aber auch komplett reinigen. Die Glaskanne kommt einfach mit in den Abwasch und den Stempel baut man auseinander. Hier zeigt sich, dass man auf Qualität setzen und z.B. eine Bodum Chambord verwenden sollte – der Stempel lässt sich auseinanderschrauben und kann auf diese Weise komplett gereinigt werden. Bei billigen Kannen ist das häufig nicht der Fall und man bekommt den Stempel nicht richtig sauber.

Reinigungsmittel sollte man vermeiden oder die Kanne danach sehr gründlich ausspülen, denn schon kleine Reste Spülmittel kann man dann im Kaffee rausschmecken

Du siehst also, eine French Press sauber zu halten kostet nicht viel Aufwand, und mit einer sauberen Kanne schmeckt der Kaffee immer noch am besten.

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Starbucks vs. McCafé – ZDF Wiso Duell

ZDF Wiso vergleicht Starbucks und McCafé in Sachen Ambiente, Hygiene, Preis, Qualität und Geschmack. Sieger mit leichtem Vorsprung ist Starbucks, was sich auch mit meinem persönlichen Empfinden deckt. Das Ambiente ist bei Starbucks wesentlich angenehmer, dafür ist bei McCafé der Preis oft günstiger. Empfehlenswerter sind natürlich Cafés mit lokalen Röstungen, z.B. in Dresden die New York Bagel Bar mit dem italienischen Caffe Sun von Essebielle Dresden. Oder man man sich seinen Kaffee einfach selbst mit der French-Press. 😉

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French-Press Kaffee – Das Experiment

Kaffee-Nerd Nicholas Cho erklärt die wissenschaftliche Seite der French-Press Zubereitung und kommt zu dem Schluss, dass viele French-Press Kaffees vollkommen unterextrahiert sind. Seiner These zufolge sollte das Pulver noch gröber als sowieso schon gemahlen werden (mindestens 1.2mm statt 0.8mm) und der Kaffee dafür 6-8 Minuten ziehen gelassen werden. Der Mann muss es ja eigentlich wissen – daher wage ich den Selbstversuch.

Die Methode
Kaffee: Wild Grown Kafa Forest
Mahlgrad: 1mm (mehr ging nicht)
French-Press: Bodum Chambord
Ziehzeit: 6 Minuten
French-Press
Das Ergebnis: guter, sehr intensiver Kaffee. Leider hatte ich keine Möglichkeit, den Kaffee so grob zu mahlen wie es diese Methode eigentlich erfordert, dennoch gefällt mir das Ergebnis gut. Ich hätte mit mehr Säure gerechnet, was aber nicht der Fall war. Auch wenn das vielleicht zu perfektionistisch ist: ich denke, dass Cho Recht hat und vorsichtiges Umrühren statt wildem Geplansche einen Unterschied bei der Extraktion ausmacht.

Fazit: vielleicht wird mit den gängigen Anleitungen noch nicht das Optimum aus der French-Press herausgeholt. Ich habe meine Anleitung erstmal vorsichtig auf eine Ziehzeit von 4-6 Minuten abgeändert, da ich davon ausgehe, dass nur die Wenigsten die Möglichkeit haben, das Pulver so grob zu mahlen wie nötig. Sobald ich mal die Möglichkeit habe, gröberes Pulver zu bekommen, werde ich auch mal 8 Minuten austesten. Wir sind gespannt. :)

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