Der richtige Kaffee

French Press BohnenWichtigster Bestandteil eines French-Press Kaffee ist natürlich: die richtige Kaffeesorte. Im Vergleich zu einer Filtermaschine bleibt das Pulver in einer French-Press länger im direkten Kontakt mit dem Wasser und hat damit mehr Zeit, seine Aromen und ätherischen Öle an den fertigen Kaffee abzugeben. Der Geschmack des Kaffees wird dadurch intensiver und aromatischer als bei anderen Zubereitungsmethoden und gleichzeitig wird der Unterschied zwischen industriellem oder von Hand geröstetem Kaffee um so deutlicher.

Drei Dinge gehören zu einem guten Kaffee, erstens Kaffee, zweitens Kaffee, und drittens nochmals Kaffee.Alexandre Dumas

Industriekaffee? Handröstung?

Industriekaffee ist natürlich nicht per se schlecht – aber er wird kürzer und heißer als im Handbetrieb geröstet, was die sauren und bitteren Aromen deutlicher hervortreten lässt. Für eine French-Press ist daher eine längere Röstung bei niedrigerer Temperatur vorteilhaft, wie sie bei Kleinröstern durchgeführt wird.

Neben dem Geschmack der Bohnen legen wir selber viel Wert auf die Umstände der Herstellung und des Handels. Gute Kaffees sollten nachhaltig angebaut, direkt im Herstellerland geröstet und zu fairen Preisen importiert werden. Klar, dass das nicht mit Supermarktpreisen möglich ist und man sich mal in den Einzelhandel begeben oder im Internet bestellen muss. Aber der Geschmack und das gute Gewissen, mit seinem Kaffee die Herstellerländer nicht auszubeuten sondern Arbeitsplätze zu erhalten, machen diesen Aufpreis eigentlich mehr als wett.

Phönix muss hier auch mal zu Wort kommen: so sehr wir außergewöhnliche Kaffeesorten auch mögen, von Kopi Luwak (die Kaffeekirschen werden von Schleichkatzen gefressen, ausgeschieden und danach verarbeitet; gilt als sehr exklusiv) möchten wir eindeutig Abstand nehmen. Wie bereits öfter zu lesen war (u.a. bei der Albert-Schweitzer-Stiftung und bei Nikswieweg.com), werden die Katzen häufig massenhaft gefangen gehalten und ausschließlich mit Kaffeekirschen gefüttert, bis sie an Mangelernährung sterben. Neben der Tatsache, dass ausgekackter Kaffee irgendwie eklig ist (mhh, schmeckt nussig!) möchten wir das auf keinen Fall unterstützen.

 

Unsere French-Press Empfehlung

Welche Kaffeesorte für eine French-Press am besten geeignet ist, lässt sich nicht grundsätzlich beantworten und kommt ganz auf den persönlichen Geschmack an. Wichtig ist, dass es sich um hochwertigen, schonend gerösteten und frischen Kaffee handelt. Im Idealfall sollte man den Kaffee selbst mahlen, denn gemahlenes Pulver verliert schnell an Aroma und sollte deswegen möglichst frisch verwendet werden. Die Sorten, die uns persönlich am besten schmecken (auch wenn wir sie uns nicht jeden Tag leisten können) haben wir hier aufgeführt.

Café de Guatemala
Der Café de Guatemala ist ein milder und vollmundiger Single Origin Kaffee aus Guatemala. Besonders erwähnenswert ist die Christof Feichtinger GmbH, die den Kaffee direkt von guatemalischen Kleinbauernkooperativen bezieht und auch lokal rösten lässt – das sichert sowohl die Qualität des Kaffees als auch die Arbeitsplätze in den produzierenden Ländern. Daher ist jede Packung ist mit einem Code gekennzeichnet, mit dem man sich über das Ursprungsdorf dieser konkreten Packung informieren kann.
French-Press - Cafe de Guatemala
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Jamaika Blue Mountain
Der Jamaika Blue Mountain ist der „König unter den Kaffees“ – schließlich wird er sowohl im englischen als auch im japanischen Königshaus serviert. Die vielen Niederschläge und die hohe Luftfeuchtigkeit im jamaikanischen Anbaugebiet sorgen dafür, dass die Kaffeekirschen ungewöhnlich lange bis zur Reife brauchen. Das verleiht dem Kaffee eine feine Milde bei niedrigem Koffeingehalt. Jamaika Blue Mountain wird direkt in Jamaika geröstet und im dekorativen Jutesack mit Siegel verpackt. Damit ist er ideal als Geschenk für alle geeignet, die neben dem üblichen Supermarktkaffee mal einen „echten“ Kaffee probieren möchten.
French-Press - Jamaika Blue Mountain

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